SOMMERCASINO - Programm - WE ROCK THE CITY
Programm
Sonntag 27.06.10 - Doors: 21:00 Uhr

Dead Prez (USA)
hip hop

stic.man & m-1

support:

Abart (BS)


"I'm out for dead fuckin' presidents to represent me", rappt New Yorks Finest Nas einst über die Macht der Dollarscheine. Für zwei Herren bedeutet die Bezeichnung "dead presidents", kurz Dead Prez, dagegen etwas ganz anderes: "All power to the people!"  Auf den Spuren von Malcolm X tragen M-1 und stic.man die Black Power-Fackel ins Hip Hop-Geschehen des neuen Jahrtausends.

Clayton Garvin alias stic.man erblickt das Licht der Welt 1970 in Shadeville, Florida. Boogiedown Productions' "Criminal Minded" entfacht in dem Zehnjährigen eine Leidenschaft für Hip Hop, die ihn so bald nicht mehr loslassen soll. Erste Auftritte sorgen bereits zu Schulzeiten für Aufruhr.

M-1 aka Mutulu Ugbala (Ugbala bedeutet auf Youruba "aus Liebe zum eigenen Volk") wird auf Jamaika geboren. Allerdings verschlägt es ihn im Alter von neun Jahren nach Brooklyn. Über Umwege gelangt er an die Florida Agricultural & Mechanical University in Tallahassee, wo er, wie inzwischen auch stic.man, Wirtschaftswissenschaften studiert. Die beiden verbindet schnell ihr Interesse an Politik und gemeinsame Ansichten. Erstmals verarbeiten sie dies zusammen zu Tracks.

Es folgt ein Umzug nach New York, wo sie sich auch den Namen Dead Prez gaben, abgeleitet vom Slang-Ausdruck "dead presidents" für amerikanische Dollar. Zunächst erscheinen nur einige Mixtapes und verschiedene Kollaborationen mit Kollegen. Den Anstoß in die richtige Richtung gibt erst Lord Jamal von Brand Nubian: Er verschafft dem Doppel einen Deal bei Loud Records.

Auf einem Label mit dem Wu-Tang Clan und Mobb Deep, da liegt die Latte natürlich hoch. Doch kein Problem für das Duo, denn schon zwei Jahre später sorgt "It's Bigger Than Hip Hop" zum Durchbruch. Der Track wird noch Jahre später weltweit als Hymne eines ganzen Genres gefeiert.

2002 starten die Dead Prez mit "Turn Off The Radio" eine Mixtape-Serie. 2006 erscheinen Kollaboration mit den verbliebenen Mitgliedern der Outlawz, 2Pacs alter Crew, "Can't Sell Dope Forever". Ihre explosiven und kraftvollen Live-Shows bringen ihnen Auftritte wie beispielsweise bei "Dave Chappelle's Block Party", im Rahmen der Dokumentation "Dead Prez: It's Bigger Than Hip Hop" oder auch am Valentinstag des Jahres 2008, als eine aufgestachelte Meute nach einer Dead Prez-Show im Evergreen State College in Washington einen Tumult lostritt.
 
Dead Prez touren unermüdlich, unter anderem in Gesellschaft von Lopango Ya Banka. 2009 setzen sie in Zusammenarbeit mit DJ Green Lantern ihre "Turn Off The Radio"-Reihe fort, mit dabei beispielsweise Styles P, Bun B, K'Naan und Chuck D. Der Titel "Pulse Of The People" korrespondiert mit dem Motto, das immer noch gilt: "All power to the people!"
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